Die Ankunft.

Kerstin sagte uns, dass wir zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort sein sollten. Als uns dann das Polizeiauto überholte und vor uns Richtung Deutsches Eck fuhr, wussten wir, hier erwartet uns jetzt etwas Großes. Die letzte Kurve. Das Gefühl, was wir beim Anblick der jubelnden Menge hatten, lässt sich nur schwer in Wort fassen. Wir waren stolz und erleichtert es endlich geschafft zu haben; unbändige Freude endlich wieder zu Hause in der gewohnten Umgebung bei Familie und Freunden zu sein. Jetzt war es an der Reihe nur noch den Augenblick zu genießen.

Am 2. Juni flogen wir nach Peking und am 31. August kamen wir in Koblenz am Deutschen Eck an: MISSION ERFÜLLT.
Von Kaiser zu Kaiser hieß unser Plan, vom Kaiser in China bis zum Kaiser Wilhelm am Deutschen Eck in Koblenz. 20.500 Kilometer. Schlechte, bzw. gar keine Straßen mehr, Wasser, Unwetter, unzählige Pannen wie defekte Dichtungen, auslaufendes Öl, Rahmenbrüche und sonstige Schäden haben es nicht geschafft, uns aufgeben zu lassen.
Wir waren dreimal sehr nah daran, haben uns gestritten und wollten alles hinwerfen, weil die Situation ausweglos schien. Aber wenn uns die Leute, die wir unterwegs kennengelernt haben, eines gelehrt haben, dann dies: Es geht immer irgendwie weiter und alles hätte viel Schlimmer kommen können.Gerade die Pannen und Reparaturen waren wiederum auch unser Glück. So haben wir Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, gerade Fremden gegenüber, wie wir sie schließlich waren, hautnah und intensiv erleben dürfen. Wir haben wirklich tolle Menschen kennengelernt, sind durch wunderschöne Landschaften gefahren, hatten einige mehr oder weniger gefährliche Situationen zu überstehen und haben letztendlich viel fürs Leben gelernt!!!!


Ein großer Dank gilt noch mal all den Menschen, die uns immer wieder weitergeholfen haben und so dafür sorgten, dass unser Tour zum Erfolg wurde.


















Endspurt

Hallo Leute,

langsam aber sicher nähern wir uns dem Kaiser am Deutschen Eck. Im Moment sind wir bei Christophs Bruder in Berlin und haben daher mal wieder die Möglichkeit das Internet zu nutzen.
Wie Kerstin ja schon geschrieben hat, waren wir noch bei einem großen Motorradtreffen in Leba.
Ausrichter war kein geringerer als der MC Gremium Poland. Wir haben die 2 Tage wirklich genossen und mal wieder ganz tolle Leute kennengelernt.
Morgen nach dem Frühstück solls dann weitergehen. Das sollten die Moppeds doch eigentlich noch schaffen. Dann hat die BMW gut 20000 km mehr auf dem Tacho. Beim Tiger sinds nur rund 12000 km da irgendwann der Tacho keine Lust mehr hatte zu funktionieren. Was solls, geht auch ohne.
Bilder gibts ohne Ende wenn wir wieder zu Hause sind.
Wir sind wirklich überrascht auf welch großes Interesse unser Tour stößt.
Und jetzt freuen wir uns einfach nur noch auf Freitag und den Moment der Ankunft!

Bis dann, euer Bruno

Update 26.08.12| Szczecin (Stettin) Polen


Hallo zusammen,
zuerst mal "ENTSCHULDIGUNG", dass ihr solange nichts von uns gehört habt. Bruno und Christoph haben im Eiltempo das Baltikum hinter sich gelassen, um die beeindruckende Seenlandschaft Masurens genießen zu können. Von dort gings in mehreren Etappen auf einen Campingplatz in Gdanzk (Danzig). 3mal darf man in die Luft spucken: seit markanter europäischer Grenzüberschreitung geben die Motorräder ihre Kraftreserven preis und es kam bis heute zu keinen nennenswerten Reparaturen. Es sei denn, Bruno ist selbstzerstörerisch unterwegs: Motorräder vor Gaststätte geparkt - Bruno verliert beim Ausziehen der Regenhose das Gleichgewicht und stützt sich an der Triumph ab - da Bruno scheinbar nicht so viel an Kilo verloren hat, stürzt der Tiger auf die Kuh und nun sind ein Außenspiegel und ein Blinker im Eimer - Kommentar des Gastwirtes: Alles halb so wild, normalerweise parkt dort auch noch ein Auto. Da haben die Jungs doch echt Glück gehabt :D
Und noch eine Überraschung für die Zwei: Nach dem Auschecken aus Danzig, glückliche Begegnung von Motorradfahrern an einer Tankstelle, die zu einem großen internationalen Bikertreffen in der Nähe unterwegs sind. Kurzentschlossen fuhren die Beiden mit und erlebten von Freitag bis heute Morgen ihr gigantisches Abschlußevent mit ca. 500 Leuten auf ihren letzten Kilometern. Dabei genossen Bruno und Christoph sichtlich das Bad in der Menge, da sie überall als Helden ehrfurchtsvoll gefeiert wurden. Sei ihnen von Herzen gegönnt!!!!!
Heute führte ihre Reise nach Szczecin (Stettin) direkt in ein Hotel, um endlich den gefeierten Heldenschweiß nach 4tägiger Wasserabstinenz loszuwerden.
Die weitere Heimreise ist morgen über Frankfurt/Oder nach Berlin zum Schrebergarten von Christophs Bruder geplant, wo sie sich ein paar Tage erholen werden. Danach steht hoffentlich nichts mehr im Wege, um frisch, gekräftigt und ausgeruht am Freitag, den 31.August 2012 um 19.00 h am Deutschen Eck in Koblenz einzurollen.
Wir freuen uns alle riesig auf diesen Augenblick!!!!
Liebe Grüße
Kerstin

Kurzes Update 15.08.12


Hallo,
wie ihr seht, haben Bruno und Christoph EUROPA erreicht und endlich wieder ordentlichen Straßenbelag unter den Rädern.
In St. Petersburg wurden sie mit dem Ersatzteil für die BMW fündig und die Kuh hat jetzt ausgeleckt!! Jetzt freuen sich die Beiden Tag für Tag, dass ihre 2rädrigen Freunde durchhalten und sie sicher die restlichen ca. 2000 km nach Hause fahren.
Liebe Grüße
Kerstin

Update 06.08.12| 200 km vor Moskau


Hallo,
am Mittwoch wurde endlich das Goldstück für Brunos Tiger in der Stadt UFA gefunden. Jippi!!! Auf Empfehlung haben sie einen ortsansässigen Motorradclub aufgesucht, der den Beiden tatkräftig und auch hier wieder ehrenhalber bei Seite gestanden hat. Die Tiger läuft nun wie am Schnürchen (mal schaun, wie lang die Schnur dieses Mals ist...), nur Christophs BMW leckt sehr aus dem Getriebe, wo nur ein Originalersatzteil Abhilfe schaffen kann.
Leider in UFA nirgends aufzutreiben. Zittern und Bangen nun bis in die nächstgrößere Stadt, ansonsten ist das Getriebe bald im Eimer und die Tour somit auch. Drücken wir mal in gewohnter Weise ganz fest die Daumen!!!
Freitag gings weiter Richtung Kasan an der Wolga und am Samstag schlugen sie ihr Lager 200 km von Moskau entfernt auf.
Ja und heute wollen sie einige Kilometer bis Sankt Petersburg
schrubben, denn dort werden sie von einer Bekannten von Christoph in Empfang genommen, die er bei einer Tour durch Nepal kennengelernt hat. Da sieht man mal wieder, wie nützlich ein Bummel durch die Welt sein kann. Nun trennen uns nur noch 2 h Zeitverschiebung und die Luftlinie verbindet uns in 1781 km.
Wenn die Böcke halten, ist der offizielle Ankunftstermin am
FREITAG, den 31. August 2012 um 19.00 h an den Stufen des Deutschen Ecks in Koblenz.  (ab 18.30 h Treffzeit für die Begrüßungsgäste)
Liebe Grüße
Kerstin

Update 06.08.12| Korrespondentin aus Urlaub zurück

Hallo,
heute gibts einen Nachschlag zu der vergangenen 10 Tagen:
die bekannte Planänderung nach Usbekistan musste vor 10 Tg. revidiert werden, da Brunos hintere Bremsbeläge vollständig runter sind und keine Originalteile für die Tiger aufzutreiben waren. Hilfe kann da nur durch ein Paket aus Deutschland kommen, das dank DHL in 5 Tg in der kasachischen Hauptstadt Astana bei der Deutschen Botschaft eintreffen s o l l t e!
So machten Bruno und Christoph sich auf den langen Weg nach Astana und trafen mit Hilfe passender Koordinaten pünklich am Freitag (03.08.) bei der Deutschen Botschaft ein. Ein Paket aus Deutschland war aber nirgends zu sichten! Mitarbeiter der Botschaft telefonierten sich die Finger wund, um anschließend erfahren zu müssen, dass die Bremsbeläge beim Zoll in Almaty (1242 km südlich) festhängen. Sch....  ist kein Ausdruck!! Was nun?
Neue Strategie muss her: Mit Vorderradbremse ab durch Russland Richtung Moskau und dort das Goldstück suchen!
Da die Zeit für die Heimkehr läuft: St.Petersburg - Baltikum - Polen - Heimat...vielleicht haut's hin! Es bleibt spannend....

News von heute: Grenze zu Russland problemlos überquert, nächstes Ziel ist
für Morgen die Stadt Ufa,Russland.
Liebe Grüße,
Kerstin

Sehnsucht........


Was Neues von uns....

Hallo zusammen,
wir haben ja unsere Route aendern muessen und haben in Osh in Kirgistan umgedreht.Bei Taraz haben wir dann die Grenze zu Kasachstan ueberschritten,was knapp zwei Stunden in Anspruch genommen hat.Eigentlich nicht so lange,aber wenn man Stutenmilch mit Depot-Wirkung hatte recht nervig bei 40 Grad im Schatten.Dann lagen 1200 km Steppe vor uns.Einfach nur Kilometer fressen.Vorbei am Balqash-Koel,ein Steppensee,der gerade mal 600 km lang ist.Hier gelten andere Dimensionen.
In Astana dann der naechste Daempfer: die bestellten Bremsbelaege fuer Bruno sind in Almaty.Ein grosses Lob an DHL.Muss die Fahrt eben ohne Hinterradbremse weitergehen.
Wir fahren jetzt nach Buerabay in einen Nationalpark und wollen vielleicht zwei Tage abhaengen.Die Gegend wird auch kasachische Schweiz genannt,es gibt Seen zum schwimmen und vielleicht ja auch eine Bumba-Bar.
Euch allen ein schoenes Wochenende....
Bruno und Geili

                                           Metzgersladen in Osh.....
                                        home-stay in Arslanbob